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Thermische Grenzflächenmaterialien
Wärmeschnittstellenmaterialien (abgekürzt TIMs) sind Produkte, die zur Wärmeübertragung zwischen zusammenpassenden Oberflächen verwendet werden. Ihre häufigste Funktion ist die Wärmeableitung. Sie werden häufig in Anwendungen eingesetzt, bei denen keine Luft- oder Flüssigkeitskühlung verfügbar ist. Die Verwendung von TIMs verringert das Risiko einer Überhitzung. Dies wiederum verbessert die Leistung und Lebensdauer eines Geräts.
Wärmeschnittstellenmaterialien werden zwischen einem wärmeerzeugenden Bauteil (z. B. einem Halbleiter) und einem wärmeableitenden Bauteil (z. B. einem Kühlkörper) eingesetzt. Dadurch werden Luftspalten beseitigt, die zu einer schlechten Wärmeleitung führen würden. Die Verbindung von Oberflächen mit TIMs ermöglicht eine schnelle Wärmeübertragung und -abfuhr.
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Conro ist ein autorisierter Händler für Indium.
Arten von Wärmeleitmaterialien
Die Wahl eines TIM muss auf die spezifischen Anforderungen der Anwendung zugeschnitten sein. Wärmeleitfähigkeit, einfache Anwendung/Nachbearbeitung und mechanische Eigenschaften müssen berücksichtigt werden. Auch die Langzeitstabilität ist ein wichtiger Faktor.
- Wärmeleitpaste, Spachtelmasse, Gel oder Schmierfett. Diese Materialien befinden sich in flüssigem Zustand. Sie bilden eine dünne Verbindungslinie zwischen Oberflächen. Ihr Wärmewiderstand ist sehr gering. Die meisten dieser MITs härten nicht aus und haben eine geringe mechanische Festigkeit. Sie sind elektrisch nicht leitend.
- Thermischer Klebstoff. Wie die vorhergehenden Materialien bieten Klebstoffe eine dünne Klebelinie. Allerdings härten diese Produkte nach dem Auftragen aus. Dadurch wird eine bessere mechanische Verbindung erreicht.
- Thermoband. Leicht anzubringen, erfordert keine Aushärtungszeit. Das Band bietet den Vorteil, Wärme zu übertragen und eine Struktur mechanisch zu halten.
- Thermisch leitfähige Pads. Feste Pads, meist aus Silikon. Leicht anzubringen. Die Pads bieten eine Kombination aus hoher Wärmeleitfähigkeit und Weichheit. Diese Eigenschaften verringern die mechanische Belastung bei gleichbleibender thermischer Leistung.
- Materialien mit Phasenwechsel. Diese Materialien wechseln bei etwa 60 °C vom festen in den flüssigen Zustand. Im festen Zustand lassen sie sich leicht handhaben. Im flüssigen Zustand füllen sie alle Lücken zwischen den zusammengefügten Oberflächen aus.